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Ratgeber

Was kostet ein Hausnotruf 2026?

Grundgebühr, einmalige Anschlusskosten und Zusatzpakete – und welcher Teil davon komplett von der Pflegekasse übernommen wird.

Von Jenny
Mai 2026 5 Min. Lesezeit
Senior:in mit Pflegehilfsmitteln zu Hause

Die Kostenfrage ist beim Hausnotruf eine der wichtigsten – und gleichzeitig die mit der größten Erleichterung am Schluss. Denn wer einen Pflegegrad besitzt, zahlt in der Regel keinen Eigenanteil. Wir zeigen, aus welchen Teilen sich der Preis zusammensetzt und worauf Sie achten sollten.

Aus welchen Kosten besteht ein Hausnotruf?

Beim klassischen Hausnotruf gibt es drei Kostenarten:

  • Einmalige Anschlussgebühr: Für Lieferung, Einrichtung und Anschluss der Basisstation. Viele Anbieter erlassen diese Gebühr bei Vorliegen eines Pflegegrades.
  • Monatliche Grundgebühr: Deckt die 24/7-Notrufzentrale und die Bereitstellung der Geräte ab. Sie liegt je nach Anbieter im niedrigen zweistelligen Bereich.
  • Zusatzpakete: Schlüsseldepot, Hintergrunddienst, mobiler Notruf, Sturzsensor – optionale Leistungen, die individuell hinzugebucht werden.

Was die Pflegekasse zahlt

Ab Pflegegrad 1 übernimmt die gesetzliche Pflegekasse einen monatlichen Zuschuss von bis zu 25,50 € für ein anerkanntes Hausnotrufsystem. Dieser Betrag deckt bei den meisten Anbietern die komplette Grundgebühr ab – Sie zahlen in der Regel nichts dazu.

Die großen Wohlfahrtsverbände wie ASB, DRK, Johanniter und Malteser sowie Privatanbieter wie Vitakt und Libify rechnen die Grundgebühr direkt mit der Pflegekasse ab. Sie müssen also nicht in Vorleistung gehen oder Quittungen einreichen.

Wer hat Anspruch auf die Kostenübernahme?

Anspruch besteht, sobald ein anerkannter Pflegegrad (1 bis 5) vorliegt. Außerdem müssen Sie häufig alleine sein – das gilt automatisch für alleinlebende Menschen, lässt sich aber auch begründen, wenn der Partner berufstätig oder selbst pflegebedürftig ist.

Wenn Sie noch keinen Pflegegrad haben, lohnt sich ein kostenfreier Pflegegrad-Rechner – Sie sehen in zwei Minuten, ob ein Antrag Sinn ergibt.

Was kostet ein mobiler Notruf?

Mobile Notrufgeräte mit GPS und Mobilfunk kosten typischerweise mehr als der stationäre Hausnotruf. Den Aufpreis übernimmt die Pflegekasse nicht automatisch. Wer auch unterwegs Sicherheit braucht, kann den Differenzbetrag aber häufig über den Entlastungsbetrag (131 € im Monat) oder über Pflegesachleistungen abrechnen.

Beispielrechnung

Frau M. (82, Pflegegrad 2) entscheidet sich für den Basistarif eines Wohlfahrtsverbands. Die Grundgebühr wird komplett von der Pflegekasse übernommen. Die einmalige Anschlussgebühr entfällt, weil Frau M. einen Pflegegrad hat. Eigenanteil: 0 € im Monat.

Worauf bei Zusatzpaketen achten?

  • Schlüsseldepot: Bei vielen Anbietern bereits inklusive – sonst meist eine geringe einmalige Gebühr.
  • Hintergrunddienst: Sinnvoll, wenn keine Angehörigen in der Nähe sind. Die Anbieter schicken eigene Mitarbeitende vor Ort.
  • Mobiler Notruf: Lohnt sich für aktive Senior:innen, die viel unterwegs sind.

Fazit

Wer einen Pflegegrad hat, bekommt den klassischen Hausnotruf in der Regel kostenfrei. Die Anbieter rechnen direkt mit der Kasse ab, sodass kein Eigenanteil entsteht. Welcher Anbieter zu Ihrer Situation passt, zeigen wir im großen Anbieter-Vergleich.