Hausnotruf Testsieger.com
Menü
Ratgeber

Mobiler Notruf für unterwegs

GPS-Geräte schützen Sie auch außerhalb der eigenen Wohnung. Wann sich ein mobiler Notruf lohnt und worauf Sie achten sollten.

Von Jannik
Geprüft von Jenny
Mai 2026 4 Min. Lesezeit
Aktive Seniorin außerhalb der Wohnung

Klassische Hausnotrufgeräte funken nur im Umkreis der Basisstation – also rund um die Wohnung. Wer mobil bleibt, spazieren geht oder einkaufen fährt, braucht eine zusätzliche Lösung: den mobilen Notruf. Diese handlichen Geräte funktionieren auch unterwegs und können bei einem Sturz sogar automatisch Alarm auslösen.

Für wen lohnt sich ein mobiler Notruf?

  • Aktive Senior:innen, die regelmäßig unterwegs sind – im Park, beim Einkaufen oder im Garten.
  • Menschen mit Schwindel, Herz-Kreislauf-Problemen oder erhöhtem Sturzrisiko.
  • Demenz-Erkrankte: Mobile Geräte mit GPS helfen Angehörigen, im Notfall den Aufenthaltsort zu finden.
  • Wer alleine wohnt und auch außerhalb des Hauses Sicherheit möchte.

Wie funktioniert das Gerät?

Ein mobiler Notruf vereint mehrere Technologien in einem kompakten Gehäuse, das oft am Schlüsselbund oder am Gürtel getragen wird:

  • Mobilfunk: Statt einer Basisstation funkt das Gerät direkt über das Mobilfunknetz zur Notrufzentrale.
  • GPS-Ortung: Im Notfall wird der genaue Standort an die Zentrale übermittelt.
  • Sturzsensor: Erkennt automatisch, wenn eine Person fällt, und löst den Notruf ohne Knopfdruck aus.
  • Freisprecheinrichtung: Sie können direkt mit den Mitarbeitenden der Zentrale sprechen.

Worauf beim Kauf achten?

Akkulaufzeit

Mobile Notrufgeräte halten typischerweise zwei bis sieben Tage am Stück durch. Wichtig: regelmäßig laden, und am besten ein Modell mit Lade-Erinnerung wählen.

Wasserdichtigkeit

Da Stürze besonders häufig im Bad passieren, sollte das Gerät wasserdicht sein – idealerweise nach IP67 oder IPX7.

Mobilfunkempfang

Gute Anbieter nutzen mehrere Mobilfunknetze gleichzeitig (Multi-SIM). So ist die Verbindung auch in ländlichen Gebieten zuverlässig.

Sturzsensor mit Automatik

Ein automatischer Sturzsensor löst den Notruf auch dann aus, wenn die Person nicht mehr ansprechbar ist. Achten Sie auf gute Fehlalarm-Erkennung – sonst klingelt es bei jedem energischen Hinsetzen.

Übernimmt die Pflegekasse mobile Notrufgeräte?

Den Zuschuss von bis zu 25,50 € pro Monat zahlt die Pflegekasse nur für anerkannte stationäre Hausnotrufsysteme. Mobile Notrufgeräte gelten oft als Zusatzleistung. Den Differenzbetrag können Sie aber in vielen Fällen über den Entlastungsbetrag (131 € pro Monat) abrechnen.

Tipp: Lassen Sie sich vom Anbieter eine schriftliche Bestätigung geben, dass das Gerät die Voraussetzungen für eine Kassenanerkennung erfüllt.

Welche Anbieter bieten mobile Geräte an?

Praktisch alle großen Hausnotrufdienste bieten mittlerweile auch mobile Lösungen an: Johanniter, DRK, Malteser, ASB sowie die privaten Anbieter Vitakt und Libify. Letztere punkten oft mit moderner App-Anbindung für Angehörige.

Fazit

Wer auch unterwegs Sicherheit möchte, ist mit einem mobilen Notruf gut aufgehoben. Idealerweise kombinieren Sie stationären Hausnotruf (für zu Hause) und mobilen Notruf (für draußen) – so haben Sie überall Zugriff auf Hilfe.