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Ratgeber

7 Tipps zur Sturzprävention zu Hause

Mit kleinen Maßnahmen lässt sich das Sturzrisiko deutlich verringern – wir zeigen die wirksamsten Schritte plus eine Checkliste für Angehörige.

Von Jenny
Mai 2026 5 Min. Lesezeit
Seniorin sicher unterwegs in der eigenen Wohnung

Etwa ein Drittel aller Menschen über 65 stürzt mindestens einmal im Jahr. Die Folgen reichen von blauen Flecken bis hin zu Oberschenkelhalsbrüchen. Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Veränderungen lässt sich das Risiko stark senken. Diese sieben Tipps haben in der Praxis den größten Effekt.

Die wirksamsten 7 Maßnahmen

  1. Stolperfallen entfernen. Lose Teppiche fixieren oder entfernen, Kabel an die Wand verlegen, Türschwellen abflachen. Jeder dieser kleinen Schritte senkt das Sturzrisiko spürbar.
  2. Gute Beleuchtung schaffen. Eine warme Grundbeleuchtung in jedem Raum, dazu Bewegungsmelder in Flur, Bad und Schlafzimmer. Nachts sehen die Augen schlechter – Licht kompensiert das.
  3. Haltegriffe im Bad. In der Dusche, neben Toilette und an der Badewanne. Rutschfeste Matten sind Pflicht. Die Pflegekasse bezuschusst diese Anschaffungen über die Wohnumfeldverbesserung mit bis zu 4.180 € je Maßnahme.
  4. Geeignetes Schuhwerk. Geschlossene Schuhe mit rutschfester Sohle sind sicherer als lose Hausschuhe oder Pantoffeln. Auch zu Hause lohnt sich festes Schuhwerk.
  5. Sehkraft prüfen. Mindestens einmal im Jahr zum Augenarzt. Eine veraltete Brille verzerrt Abstände und Stufen – mehr als die Hälfte aller Stürze hängen mit eingeschränkter Sicht zusammen.
  6. Bewegung & Gleichgewichtstraining. Spazierengehen, Reha-Sport oder Tai-Chi stärken Muskeln und Gleichgewichtssinn. Viele Krankenkassen erstatten zertifizierte Präventionskurse fast vollständig.
  7. Medikamente überprüfen. Schlaf- und Blutdruckmittel können Schwindel auslösen. Bei mehreren Medikamenten gleichzeitig einmal im Jahr einen Medikationscheck beim Hausarzt machen.

Bonus: Hausnotruf als Sicherheitsnetz

Selbst mit der besten Prävention lässt sich nicht jeder Sturz verhindern. Ein Hausnotruf sorgt dafür, dass im Ernstfall innerhalb von Sekunden Hilfe gerufen werden kann – auch dann, wenn die Person nicht mehr ans Telefon kommt. Ab Pflegegrad 1 ist die Grundgebühr in der Regel komplett von der Kasse bezahlt.

Checkliste für Angehörige

Gehen Sie gemeinsam mit Ihren Angehörigen durch die Wohnung und prüfen Sie:

  • Sind alle Teppiche rutschfest oder mit Anti-Rutsch-Pad gesichert?
  • Ist nachts der Weg ins Bad ohne Stolperfalle beleuchtet?
  • Gibt es Haltegriffe an Toilette, Dusche und Badewanne?
  • Steht das Telefon (oder Hausnotruf-Sender) gut erreichbar?
  • Liegen Notfallkontakte sichtbar an einem festen Ort?
  • Wird die Brille regelmäßig geprüft und ggf. erneuert?
  • Ist die Hausnummer von außen gut sichtbar – damit Rettungskräfte im Ernstfall schnell finden?

Fazit

Sturzprävention ist eine Mischung aus Wohnumfeld, Körper und Sicherheitsnetz. Wer hier alle drei Säulen mitdenkt, senkt das Sturzrisiko massiv – und kann lange selbstbestimmt zu Hause leben.